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Jana Schröder
Spontacts and Kinkrustations

Schroeder Cover

Jana Schröder (*1983) hat sich eine äußerst eigenständige malerische Position in ihrer Generation sowie im internationalen Kontext erarbeitet. In Kolonnen, Zeilen, Rastern oder fein rhythmisierten Gespinsten notiert sie die flüchtigen Bewegungen ihrer Hand. Anfangs sind es einzelne Buchstaben, Initialen vielleicht, deutlich markiert und zu entziffern, wenngleich unlesbar.

28,00 €

  • Herausgeber

    Christian Malycha, Inci Yilmaz

  • Texte

    Christian Malycha, Clemens Rathe, Inci Yilmaz

  • Design

    Studio Martin Steiner

  • Sprache

    Deutsch/Englisch

  • Details

    Paperback in transparentem PVC-Umschlag, 30 x 24 cm, 192 Seiten, 161 Abbildungen

  • ISBN

    978-3-903228-63-4

Über dieses Produkt

Jana Schröder (*1983) hat sich, ausgehend von den konzeptuellen Ansätzen ihres Lehrers Albert Oehlen, eine äußerst eigenständige malerische Position in ihrer Generation sowie im internationalen Kontext erarbeitet. In Kolonnen, Zeilen, Rastern oder fein rhythmisierten Gespinsten notiert sie die flüchtigen Bewegungen ihrer Hand. Anfangs sind es einzelne Buchstaben, Initialen vielleicht, deutlich markiert und zu entziffern, wenngleich unlesbar.

Diese Notationen, ihre »Spontacts« (2011–2017), sind skripturale ›Aufzeichnungen‹, doch keine Transkriptionen, weder kommunikative Übertragung noch eindeutige Botschaft. Nicht Worte, die etwas aussagen, sondern die Hand, die schreibend den Körper zeichnet, anwesend sein lässt, gegenwärtig macht. Körperliche Spuren, die sich schwingend wie seismografische Ausschläge oder ›semiografische‹ Ketten zwischen Zeichenhaftigkeit und ihrer eigenen Gestik halten. Ihre ›Schrift‹ überschreibt sich selbst zur bloßen Geste hin. Aus Text wird Textur.

Sie mögen an Hanne Darbovens wogende oder Cy Twomblys schartige Schriftbilder erinnern, an die spröden Gestaltchiffren des späten Klees oder die schwebenden Figuren Mirós, aber Bild auf Bild findet und erfindet Jana Schröder immer individuellere Zeichen für ihre eigene Erfahrung. In der Polarität von Offen- und Geschlossenheit, Bewegung und Statik, Gedanke und Gefühl, Ausbruch und Ordnung vermisst sie die vergänglichen Spuren menschlicher Anwesenheit, stellt und behauptet sie immer wieder von neuem in einem spürbar körperlichen Bezug von Raum und Zeit.

Anlässlich ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung im Kunstverein Reutlingen erscheint ein vollständiges, wenngleich vorläufiges Werkverzeichnis Jana Schröders von 2011 bis 2017 entstandenen Gemälde und Papierarbeiten: Ein indexikalisches Verzeichnis, das in seiner chronologischen und gestalterischen Strenge sowohl die Serialität ihrer Arbeitsweise als auch die Unverwechselbarkeit der einzelnen malerischen Formfindungen aufzeigt.